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24.01.2015, 18:59

Ein Hallo in die Runde!

Hallo!

Ich bin 87er Baujahr, Feinwerktechniker und begeisteter Sportschütze (Präzisionsgewehr) aus Österreich. Handwerklich hab ich immer schon viel gemacht, aber eher im Bereich der spanenden Metall u Kunststoffbearbeitung. Nun dachte ich würde Nähe eine perfekte Ergänzung sein.
Von meiner Großmutter (ihrerzeit professionelle Schneiderin, Gott habe sie seelig) habe ich eine Singer 20u professional geerbt (mit Regler am Motor, nicht mit Kupplung), nur leider kein knowhow... Aber da ich es gewöhnt bin mich in solche Sachen selbst reinzuarbeiten denke ich wird das schon werden... Und als Mechaniker denke ich sollte so eine robuste, alte Maschine doch hoffentlich bedienen können ^^
Meine Freundin wird sich vielleicht nicht unbedingt darüber freuen, weil sie die Maschine bisher alleine nutzen durfte, aber darüber wird sie schon hinwegkommen ^^

Geplant sind in nächster zeit funktionale Gewehr/schießriemen und ein wenig Zubehör wie gürtel, patronentaschen, taschen, und was mir sonst noch so einfällt...
Zu verarbeitende Materialien werden wohl in erster linie Gurtband, Cordura, und andere Nylongewebe sowie Schaumstoffe und Neopren etc sein.

Ich hab schon einige sehr interessante und hilfreiche Themen hier gefunden die mir weiter geholfen haben, aber ich schätze ich werde wohl im Zuge meiner ersten paar Werkstücke noch die eine oder andere Hilfestellung brauchen.

Ins hobbyschneiderinnen forum schau ich auch hin und wieder rein, aber dort werde ich mich lieber zurückhalten mit meinen Interessen und Werkstücken :D




Eine frage hätte ich die Singer betreffend... oder zwei...

1) Gibts für die Maschine sowas wie ein servicemanual/reperaturhandbuch etc? Ich fand nur eine 15 seitige Bedienungsanleitung. Würde aber gerne mehr zur Wartung, einstellungen etc wissen...


2) Die Maschine scheint ursprünglich für Rundkolbennadeln ausgelegt zu sein, Flachkolben kann ich aber auch einspannen bzw waren im zubehör meiner großmutter, kann ich Flachkolbennadeln bedenkenlos verwenden? Die scheinen mir nämlich etwas gebräuchlicher zu sein?


3) Auf mich wirkt die Maschine schon recht robust, mich würde aber trotzdem interessieren ob ihr die Maschine für meine vorhaben als für geeignet erachtet bzw wisst wo in etwa ich da an grenzen stoßen könnte/werde?



Und noch was allgemeines: hättet ihr irgendwelche Literaturtipps für mich, die einerseits zu dem geplanten Einsatzbereich passen, andererseits eventuell aber auch die Basics abdecken?

Ich glaube das wars daweil.
Guten Tag! ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »impact« (24.01.2015, 19:06)


2

27.01.2015, 16:24

Hallo und herzlich Wilkommen!

Zu der Frage, wie robust die Singer Nähmaschine ist, kannst Du einfach mal versuchen, ob Du das Gütermann Tera 40 Garn mit ihr problemlos verarbeiten kannst und durch wieviele Lagen Cordura sie das durchkriegt. Dann weißt Du, was Du erwarten kannst.

Zu den anderen Fragen habe ich keinen ad hoc Tipp...

Gruß,
Green Ant
Individual Outdoor and Tactical Equipment
fb.com/GreenAntEquipment

3

01.02.2015, 19:57

Danke!

Servicemanual und ähnliches hab ich zum Glück bekommen, von einem User des hobbyschneider forums.

Sonst, an die Grenzen denke ich bin ich mittlerweile gestoßen... zumindest mit 40er Nylbond Garn... da verbiegts ma die Nade teilweise weil die Fadenspannung so hoch sein muss damit die Maschen schön eng werden, und dann reibt die Nadel an der Stichplatte den Faden kaputt oder trifft überhaupt die Platte. Vor allem im Retourgang wenn dann beide Fadenenden von der Selben Seite ziehen...
Aber 6 Lagen 500er Cordura und eine Lage 3mm Neopren sind noch gegangen (beim Einsäumen von ner Kante). 4Lagen Cordura und 2 Lagen Neopren sind dann nicht mehr wirklich gegangen. War auch schon extrem eng unter dem Fuß. Dickes gurtband (1,8mm) wird auch mühsam ab 3 Lagen. Bin jetzt fürs erste auf 060er Nylbond umgestiegen und werd dann wenn ich mehr Erfahrung insgesamt habe wieder das 40er probieren. Verwendet hab ich 100 und 110er Jeansnadeln von Schmetz.
Aber insgesamt bin ich recht zufrieden bis jetzt :D

lg

4

01.02.2015, 20:07

Die Symptome, die Du beschreibst, habe ich mit meiner Brother Haushaltsnähmaschine exakt genau so. Bei den dicken Lagen vernähe ich gar nicht im Rückwärtsgang, sondern drehe das Werkstück um. Ist zwar dämlich, aber rückwärts gibt's halt Wuhling.

Einen Trick habe ich noch, wenn diese Sache mit dem "Nadel wird verbogen, trifft dann Stichplatte" passiert: Das ist ja meist bei recht dicken Werkstücken, bei denen man dem Transporter nicht traut. Also schiebe ich dabei meist ordentlich mit und versuche die Geschwindigkeit des Transporters zu erwischen. Meist schiebe ich dabei zu schnell und schiebe damit die Nadel krumm, so daß dann hinter dem Stichloch an der Stichplatte schrammt.

Was ich dann mache, ist die Stichweite erhöhen (weiter als ich sie eigentlich haben will, also sagen wir auf 5 mm, wenn ich 3 mm haben will) und höre explizit auf mitzuschieben. Dann schafft der Transporter es zwar wie erwartet nicht, das fette Werkstück die komplette Strecke zu ziehen, aber wenn er 5 mm versucht, kriegt er 3 mm hin. Dann geht's halt auf diese Weise.

Manchmal geht es dann besser.

Gruß,
Green Ant
Individual Outdoor and Tactical Equipment
fb.com/GreenAntEquipment

5

02.02.2015, 18:41

Alles klar, danke.
Ja, ich hab dann auch immer gewendet. Ist nur leider nicht immer ideal, vor allem wenn man zB einen Anschlag zum Einsäumen verwenden will... Bei heiklen Sachen fahr ich dann sowieso lieber mit Handrad. ist vielleicht nicht so schnell, aber erspart gegebenfalls Ärger. Und wenn ich merke es geht gut dann kann ich ja immer noch aufs Pedal treten.

lg

SR Tactical

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Wohnort: Kaiserslautern

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6

03.02.2015, 19:20

aber wenn er 5 mm versucht, kriegt er 3 mm hin. Dann geht's halt auf diese Weise.


Das ist für eine Haushaltsmaschine ein guter Workaround. Zweiter Trick ist, eine Nadelstärke dicker zu wählen als man eigentlich müsste. Bei einem 40er Faden also statt 90-100 eher 110.
Stefan Roth
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Ja, ich arbeite für Messer.

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