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Rinash

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1

Mittwoch, 6. Mai 2015, 12:39

Kopierprojekt Rucksack ILBE Daypack Multicam

Moin,

hier kommt jetzt das erste größere Projekt, was ich mit der neuen Maschine nähe.

Genug der Raterei :P :

Es wird eine Kopie des ILBE Daypacks.
Ich habe diesen Rucksack ausgewählt, nicht etwa, weil er besonders
ausgeklügelt ist, sondern eher, weil er sehr simpel aufgebaut ist. Ein
großes Fach, es kleines Fach vorne. Das große Fach hat noch eine
Unterteilung für eine Trinkblase.


Das folgende Bild zeigt die Seitenteile des Hauptfaches und die Front der Vordertasche. Der Grund, weshalb die MOLLE Schlaufen rechts etwas wellig sind, ist der, dass an dieser Seite der Reißverschluss Der Tasche liegt und diese Seite einmal umgeklappt wird (nächstes Bild). Damit sich der Stoff nicht wellt, weil das Gurtband zu straff sitzt, wird einfach etwas Spielraum geschaffen. Ich habe etwas viel Gurtband an dieser Seite gelassen, deshalb liegt dieses nicht ganz rechts an der Kante an.




So, die Frontseite ist fertig, ebenso habe ich den Boden der Tasche auch gleich angenäht. Hätte man jetzt eine Zwei-Nadel-Nähmaschine gehabt... ;)
Aber es ist auch ohne erstaunlich gerade geworden. Die restlichen Teile einfach nicht beachten, die kommen später noch dran, wenn ich weitere Bilder machen kann. ;)
Hier sieht man aber auch, dass das vorher wellige Gurtband recht jetzt glatt liegt.





Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Rinash« (14. Mai 2015, 19:33)


2

Mittwoch, 6. Mai 2015, 13:44

Interessant. Du hast noch das alte bedruckte Multicam-Gurtband. Und rechts hast Du die Molle-Schlaufen etwas hügeliger gestaltet...

Wird das ein PC? Das Teil in der Mitte ist recht dünn dafür... grübel... ?(
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Migo

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3

Mittwoch, 6. Mai 2015, 14:26

Backpack oder sowas?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Migo« (7. Mai 2015, 07:04)


SR Tactical

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4

Mittwoch, 6. Mai 2015, 15:43

Und rechts hast Du die Molle-Schlaufen etwas hügeliger gestaltet...


Das macht mich auch nachdenklich....

Scheint in die Richtung einer Tasche zu gehen, für was anderes sind die Stücke zu klein und für eine Pouch eigentlich zu groß.

Überrasche uns mal!
Stefan Roth
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Rinash

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5

Mittwoch, 6. Mai 2015, 20:34

Ich habe mal ein Bild hinzugefügt, was auch den derzeitigen Stand wiedergibt. ;)

6

Donnerstag, 7. Mai 2015, 07:45

Sieht doch super aus.

Schön präzise Verarbeitet.

7

Freitag, 8. Mai 2015, 08:48

Denke auch Tasche. Aber die Dimensionen finde ich ungewöhnlich. Wenn das Teil, was man sieht, das Seitenstück ist, dann ist es recht hoch und recht schmal, oder? Und hat den Reißverschluss asymmetrisch...?

Ich denke, es wird eine maßangefertigte Tasche für irgendeinen zusammenklappbaren Gegenstand oder sowas...
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Migo

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8

Freitag, 8. Mai 2015, 09:21

Soll ich Euch mal ein Foto von meinem Original Arcteryx ILBE Assault Pack hier rein stellen, das Ihr das zuordnen könnt?
Das sind mMn die Seitenteile unter dem zu öffnenden Teil.

Rinash

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9

Montag, 11. Mai 2015, 14:41

Weiter gehts mit dem Frontfach

Nachdem der äußere Teil des Frontfaches nun fertig ist, geht es an den inneren. Das Original hat hier keine Einteilung oder Fächer, da ich mit einem riesigen Fach, ohne die Möglichkeit Kleinteile sinnvoll zu verstauen, aber nicht viel anfangen kann, bekommt meine Version den Rucksacks zwei Meshtaschen mit Reißverschluss. Die untere Tasche wird unterteilt. Die orangefarbenen Zipperpulls dienen dem einfacheren Auffinden selbiger in der Tasche.

So sieht das ganze dann aus:




Auf der Rückseite ist alles mit Einfassband versäumt:




Die Unterteilung der unteren Tasche habe ich mit einem dünnen Nylongewebe gemacht. Ich mag das Material sehr gern, da es viel Licht reflektiert und es in der Tasche dann nicht ganz so dunkel ist. Damit das ganze nicht so wabbelig ist, habe ich Shock Cord an der Oberseite eingenäht.




Zwei Schlaufen für was auch immer (Knicklicht z.B.):




Die Rückseite des ganzen wird ebenfalls mit dem kontrastfarbenen Material ausgeführt. Als weitere Abtrennung zum Hauptfach kommt aber noch eine Schicht 500D Cordura dazu.



Der Äußere Teil der Tasche wird dann einfach "oben drauf" genäht, denke das kann sich jeder vorstellen;) .

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Rinash« (11. Mai 2015, 15:58)


10

Montag, 11. Mai 2015, 14:43

Sehr schick!!!
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11

Montag, 11. Mai 2015, 15:00

... bin schon gespannt aufs Endergebnis !

Rinash

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12

Montag, 11. Mai 2015, 15:09

Hüftgurt

Ich habe mich danach erstmal dem Hüftgurt gewidmet. Der ist bei diesem Rucksack recht simpel gehalten. Als Schnalle kommt eine ITW TSR Dual Buckle zum Einsatz. Diese hat den Vorteil, dass sie auf beiden Seiten längenverstellbar ist und nicht angenäht werden muss (und kann).
Ansonsten ist das eine recht einfache Angelegenheit, man sieht denke ich, wie das gemacht ist ;) .






Zum Fixieren der losen Enden habe ich noch Schlaufen aus Gummiband in Coyote Brown genäht.






Das ganze Teil wird dann an die "Grundplatte" des Rückenteils angenäht.






Und sieht dann fertig komplett so aus:






Weiter gehts dann mit dem Polster, was als oberste Schicht auf diese hier kommt. Dieses Polster ist beim Original ebenfalls nicht vorhanden, ich mag es aber gerne weich am Rücken. Außerdem habe ich noch soo viel Abstandsgewirk hier... :D

Rinash

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13

Donnerstag, 14. Mai 2015, 18:08

Rückenpolster

Das Polster für den Rücken war wirklich zeitaufwändig. Es besteht aus 3mm Abstandsgewirk, 6mm Abstandsgewirk und 500 D Cordura.

Hier einmal die Verteilung der verschiedenen Polster bzw Materialen:

ROT = 1x 6mm+ 1x 3mm + 500D

ORANGE: = 2x 3mm

GELB = 4x 3mm




Die Verteilung der Polster hat keinen besonderen Grund, ich habe das einfach so gemacht, wie es mit in den Sinn kam bzw. wie ich dachte, dass es bequem sein könnte. Es sollte natürlich auch optisch ansprechend sein.

Zur Vorgehensweise: Ich habe zuerst die Abstandsgewirkstapel, also das 2 und 4 fache miteinander vernäht. Den Nähfußdruck habe ich dabei sehr hoch eingestellt, damit das auch ordentlich vernäht und transportiert wird. Ging ohne Probleme. Dann habe ich diese Stapel auf eine Art Trägerstoff (500D Cordura mit weißer Beschichtung) genäht. Dann kam das Einfassband und zum Schluss das Pfeil- oder "Traktor-Reifen-Muster". Das dient in erster Linie dazu, dass das Cordura nicht so labbrig ist und natürlich der Optik. Ja, ich weiß, die beiden Seiten sind leider nicht ganz symmetrisch geworden, das war mir dann aber egal...







Das Muster nochmal näher:




So, nachdem der ganze Spaß dann nach einigen Stunden zusammen gefrickelt war, wurden die beiden Schichten dann miteinander vernäht. Oben habe ich noch ein Loch gelassen, um hier noch eine Versteifung einnähen zu können. Wie genau die aussieht, habe ich mir aber noch nicht überlegt.

Ich möchte eigentlich gerne eine Art sehr festen Schaumstoff, aber sowas zu finden ist nicht einfach. Er sollte nicht so biegsam sein wie PVC Fußboden, also etwas fester als dieser. Falls jemand eine Idee hat, immer her damit!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rinash« (16. Mai 2015, 00:21)


14

Freitag, 15. Mai 2015, 14:45

Sehr schöne Arbeit. Bin auf das fertige Teil sehr gespannt. Danach kannst du mir einen in Flecktarn nähen, :rolleyes:

15

Samstag, 16. Mai 2015, 09:47

Sehr sehr Klasse! Was den harten Schaumstoff angeht: wie wäre es mit dem Schaumstoff, aus dem die aufrollbaren Camping-Isomatten sind? Evazote heißt der.
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Rinash

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Sonntag, 17. Mai 2015, 15:31

Hauptfach Seitenteile

Ein Rucksack ist eigentlich nur eine übergroße Pouch. Das merkt man am Aufbau; der Teil der jetzt kommt, lässt sich da sehr leicht einordnen.

An der Oberseite ist ein durch die zweifache Lage des Gurtbandes und ein eingenähtes Stück Abstandsgewirk sehr steifer, aber angenehm zu greifender Tragegriff. Darunter befindet sich eine Öffnung für den Schlauch einer Trinkblase oder Kabel von Funkgeräten o.ä. Die beiden weiblichen Teile der Steckschließen bilden die Gegenstücke zu den Kompressionsriemen. Die Seitenteile sind mit Molleschlaufen versehen.




Der Griff mit der Öffnung für Schläuche/Kabel:




Nochmal offen:




Der Griff von beiden Seiten:




Die eine Seite des Corduras wurde etwas länger zugeschnitten und dann an zwei Stellen wie ein kleines 'Z' gefaltet. In die Falte wurde dann der Griff eingenäht.




Der Abschluss des Reißverschlusses:


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17

Montag, 8. Juni 2015, 18:38

Schulterträger

Sooo, nachdem ich mir eine Isomatte beschafft hatte, konnte es dann mit den Schulterträgern weitergehen.
Diese bestehen bei meinem Rucksack aus einer Schicht 500 D Cordura, welches mit Sprühkleber zunächst auf den 10 mm dicken Schaumstoff geklebt wird. Sobald der Kleber trocken ist (und erst dann!) wird auf der Unterseite 2 Schichten 3 mm Abstandsgewirk vernäht. Wartet man nicht bis der Kleber trocken ist, verklebt die Nadel und der Faden reißt.
Als nächstes kommt dann das Gurtband. Das Gummiband habe ich bereits ganz zu Anfang auf das 500 D Cordura genäht.
Dann kam der wirklich quälende teil: Das Einfassband :cursing: Obwohl ich das vor dem vernähen schon verklebt habe war das eine ziemliche Quälerei. Die 12 mm die das ganze inzwischen hat machen das nicht unbedingt leichter. Trotzdem bin ich mit dem Ergebnis halbwegs zufrieden.






















An den Enden zum ziehen habe ich Paracordschlaufen, die mit Schrumpfschlauch versteift sind befestigt. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht, was die Praxistauglichkeit betrifft.



Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rinash« (12. Juni 2015, 17:10)


18

Dienstag, 9. Juni 2015, 09:43

Grandios! Den Trick mit dem Schrumpfschlauch muss ich mir merken. Den kann man vielleicht probeweise auch mal als Versteifung verwenden, wenn man das Paracord als Griff in einen Reißverschluss-Schieber einfädelt. Muss ich mir mal merken.

Nach dem, was Du schilderst, hab ich schon keine Lust mehr, einen Schultergurt "links auf links" zu nähen und dann mit dem Einfassband einzufassen. Ich denke, wenn ich mal einen mache, dann werde ich den Schultergurt rechts auf rechts nähen und umstülpen.

Da bin ich durch deinen Bericht in meiner Absicht bestärkt worden.
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