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1

Montag, 16. Februar 2015, 20:33

a-tacs bottle cover

Hab mein Allererstes Projekt endlich fertig gemacht, nachdem ich noch ein paar andere Projekte zwischengeschoben hatte.
Ist ein Cover für eine Camping/Wander Aluflasche aus Cordura und Neopren. Soll die Flasche schützen und zusätzlich isolieren.

Vom Aufbau her einfach, die Dicke der Schichten war aber mein größtes Problem. ich würde es Jedenfalls nicht nochmal genau so machen...
Aufbau: Außenschicht 500er Cordura, innenschicht: 3mm Neopren (oder waren 2,5mm?), innenschicht (verzichtbar!) 500er Cordura. Und Gurtband, Einfassband und 550er Paracord.
Die Oberkannte wollte ich ursprünglich mit Ösen versehen, um das Cover zuzurren zu können. Da es aber so schon recht eng wurdem (vor allem durch die nach innen geschlagene kante vom Zusammennähen) ist es überflüssig. bzw hätte ich Angst mit durch die Ösen eventuell die Flaschenoberfläche zu zerkratzen, beim herausnehmen oder hineinstecken ebendieser. Deswegen habe ich die Kante auch mit Umgeschlagenen Cordura gemacht, da es mehr hält und breit genug für Ösen gewesen wäre.
Richtig Hardcore waren die Längsnaht zum Formen der Röhre, und das Aufnähen des Bodens. Letzteres musste ich per Hand machen, da ich es nicht schaffte so einen engen Radius bei so einem steifen Material sauber zu nähen. Einfassen dagegen hat dann funktioniert. Und die Längsnaht wie gesagt, weil einfach so viele Schichten zusammengekommen sind. (2x3mm Neopren, 4x Cordura und stellenweise noch 2x Gutband.
Die tragenden Nähte habe ich mit Seamgrip versiegelt. Hoffe das hilft gegen Lösen. Die fadenenden veröde ich immer mit dem Feuerzeug und drücke sie dann in den Stoff.
Das Muster habe ich an der innenseite vorgezeichnet und dann nachgenäht. Ist ne Mischung aus Designelement und Übung zum kennenlernen der Maschine. Der Clou bei der Sache ist, dass das Muster an der längsnaht quasi "nahtlos" ineinanderübergeht. Die Größe der Sechsecken ist also so gewählt, dass sich am Umfang eine ganze Anzahl ausgeht.





Innen:


Würde ich nochmal ein solches Cover machen würde ich auf die Innenschicht Cordura verzichten...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »impact« (17. Februar 2015, 11:41)


Rinash

Fortgeschrittener

Beiträge: 168

Beruf: Auszubildender

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2

Montag, 16. Februar 2015, 21:47

SEHR GEIL! :thumbsup: 8o

Design ist ne absolute 1! Sieht echt klasse aus! Klar, die Seitennaht macht das etwas kaputt, aber die muss nun mal da sein, sonst wird das Teil ja nicht rund. Trotzdem, die Sechsecke sehen echt gut aus, die Kombination gefällt mir.
Verarbeitung sieht bis auf so ein oder zwei ganz kleine Sachen ebenfalls super aus.

Freue mich auf mehr von dir :thumbup:

3

Montag, 16. Februar 2015, 22:43

Design ist Klasse! Dieser sechseckige Wabenlook sieht sehr geil organisch-technisch aus. Dann noch zusammen mit dem A-TACS AU. Schon klasse!

Hast Du schwarzes Garn für die Sechsecke gewählt? Das sieht so dunkel aus im Gegensatz zu den anderen Nähten...

Ich hab ein paar Ideen, wie man die Hochkant-Naht etwas einfacher hätte hinkriegen können:
  • Zum einen hättest Du das Neopren nicht bis in in die Naht hinein laufen lassen können, sondern Du hättest es vorher "aufhören" lassen können, dann hättest Du bei der Hochkant-Naht nicht 4 Lagen Cordura plus 2 Lagen Neopren gehabt, sondern nur noch 4 Lagen Cordura. Das hätte nicht so dick aufgetragen. Und diese 4 Lagen Cordura hättest Du ggf. auch einfach per Versäuberungsstich und nicht noch mit Einfassband aneinander nähen können.
  • Du hättest oben ohne Einfassband arbeiten können, indem Du oben das Cordura einfach "umgeklappt und dann nach innen weiter fortgeführt hättest. So daß es also im Grunde nur ein Stoffstück Cordura gibt, das oben halt von außen nach innen umgeklappt ist. Dann hättest Du oben eine Art "natürliche Kante" gehabt. Keine Notwendigkeit für Einfassband. Weniger Arbeit.
Sind die Molle-Bänder nur mit einer Naht befestigt? Ich glaube, ich hätte denen eine doppelte Naht oder eine kleinschrittige Zickzacknaht (1,5 mm Stichlänge, 2 mm Stichbreite) gegeben.

Achso: Ich glaube, ich hätte im Boden noch eine Ablauföse spendiert.
Green Ant
Individual Outdoor and Tactical Equipment
fb.com/GreenAntEquipment

4

Montag, 16. Februar 2015, 23:37

Danke für die netten Worte, vor allem aber auch danke für die Konstruktive Kritik!

Ja, die Nähte vom Hexagon Muster sind mit schwarzem faden genäht, einerseits weil ich zu dem Zeitpunkt an dem ich begonnen hatte nur schwarzes Garn hatte, andererseits finde ich kommt so das Muster aber auch besser zur Geltung. Der Rest wurde mit 40er gütermann garn in coyote (glaube ich) genäht.
Die Gurtbänder haben ne 3 fach Naht.

Das Neopren habe ich bei der Seitennaht tatsächlich mit ner spitzen Schere herausgeschnitten so gut es gegangen ist, allerdings erst nachdem ich die Seitennaht hatte. So war zumindest das Einfassen erheblich einfacher.

Eine Ablauföse kam mir auch in den Sinn. Vielleicht werde ich nachträglich noch eine hinzufügen.

Die Oberkante würde ich beim nächsten mal auch anders machen. In dem Fall habe ich jedoch rundherum genug Material übrig gelassen um noch Spiel für eventuelle Korrekturen zu haben. Ist aber ein guter Einwand.

Das Muster hab ich mir übrigens über google gesucht, und richtig skaliert ausgedruckt. In den eckpunkten mit ner dicken Nadel ein Loch reingestochen, über den Stoff gelegt und mit einem Marker die Eckpunkte durchgepunktet und ohne Schablone dann nachgezogen und entlanggenäht. Falls es auch jemand probieren will.

Gibt es übrigens von eurer Seite eine Empfehlung für stifte/kreiden die gut auf Cordura/Gurtband u.Ä. haften? Bisher habe ich mit weichem Bleistift und Edding gearbeitet, die weißen Scheiderkreiden meiner Freundin haben nur extrem schlecht geschrieben.

lg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »impact« (16. Februar 2015, 23:47)


Migo

Fortgeschrittener

Beiträge: 205

Wohnort: Lowersaxony

Beruf: International Asskickin'

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5

Dienstag, 17. Februar 2015, 07:27

Respekt!
Dann auf zur Version 2 die alle Fehler eleminiert. :thumbsup:

6

Dienstag, 17. Februar 2015, 10:45

Gibt es übrigens von eurer Seite eine Empfehlung für stifte/kreiden die gut auf Cordura/Gurtband u.Ä. haften? Bisher habe ich mit weichem Bleistift und Edding gearbeitet, die weißen Scheiderkreiden meiner Freundin haben nur extrem schlecht geschrieben.

Ich verwende da diese auswaschbaren Filzstifte hier. Deren Farbe ist von dem beschichteten Cordura mit einem feuchten Lappen einfach abwischbar.

Ansonsten zeichne ich gerne auf der Rückseite des Corduras an (wenn das vom Nähen her geht), da nehme ich dann meist einen dünnen braunen Folienmarker-Stift. Dessen Farbe kriegt man zwar nicht mehr ab, aber das geht, wenn die Rückseite komplett im Produkt verschwindet und nie mehr zu sehen ist.

Und auf dunklem Stoff nehme ich diesen weißen Trickmarker.

Gruß,
Green Ant
Individual Outdoor and Tactical Equipment
fb.com/GreenAntEquipment

7

Dienstag, 17. Februar 2015, 13:42

@ migo: danke! Ein fertiges Konzept für eine V2.0 hätte ich schon. Mal sehen wann Zeit für die Umsetzung bleibt. Wird allerdings für eine alltägliche 1l Mineralwasser PET Flasche meiner bevorzugten Marke.

@green ant: danke! Sehr hilfreich. Werde ich bei Gelegenheit mal testen.


edit: noch ein kleiner Nachtrag, ein Bild von der Längsnaht von außen, bzw vom Bodenteil. Ich weiß nicht was mühsamer war, aber beides waren wertvolle Lektionen...




Lg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »impact« (17. Februar 2015, 14:27)


8

Mittwoch, 18. Februar 2015, 21:14

Sieht Hammer aus ! - Wahnsinn - Wo darf ich bestellen ;)?

Das Wabenmuster ist wirklich einzigartig - hab Derartiges noch nie gesehen - klasse Idee - werde die Idee mit dem Wabenmuster oder zumindest derartig Ähnliches abschauen wenn ich darf ;)

9

Mittwoch, 18. Februar 2015, 22:51

Haha, bei mir. Aber ich glaube wenn ich die Arbeitszeit verrechnen müsste dann würde sich die Attraktivität des Covers sehr schnell relativieren ^^
Die Inspiration, glaube ich, kommt übrigens von ner Textur aus nem resident evil spiel..."organisch-technisch" triffts recht gut... ich denke dass die Kryptek muster, welche ebenfalls verzerrte Sechsecke als Basismuster haben, aber auch ihren Teil dazu beigetragen haben...
Und ja, sicher... nachmachen erlaubt ;) ich werds sicher auch noch ein paar mal verwenden... es kostet halt zeit.

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