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1

Freitag, 1. August 2014, 11:26

MOLLE Schlaufen

Hallo,



ich habe mir gerade eine kleine Vorlage aufgemalt.

Da kam die Frage auf, warum sind die Schlaufen 4 cm breit und nicht 3 cm ?? Zumal die Molle Streifen von Taschen ja eh nur 2,5 cm breit sind ,die durch die 4 cm Schlaufen geschoben werden. Hat sich da auch schon mal jemand Gedanken gemacht. Warum nicht mal eine Tasche zu machen mit 3 cm Schlaufenabstand? Sehen da jetzt eher weniger das Problem drin,........



Gruß

Lonestar

Rinash

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2

Freitag, 1. August 2014, 11:34

Um das mal richtig zu stellen: eine Molle Schlaufe ist 1,5 inch/zoll/" breit, was 38 mm, sprich 3,8 cm entspricht.

Zur Frage: wenn die Schlaufen nur 3 cm statt 3,8 cm breit wären, bekäme man vermutlich Probleme manche Taschen anzubringen, weil einige Hersteller teilweise das Gurtband doppelt nehmen und mit Kunststoff verstärkt haben. Wenn man dann noch einen Druckknopf mit drauf packt wird das schon eng.

Wenn du natürlich ein System vverwendest, was ohne Druckknöpfe auskommt, kann das klappen. Müsste man probieren, wenn ich auch den Vorteil des ganzen nicht sehe, da man dann ja nur die darauf abgestimmten Tasche befestigen kann.

3

Freitag, 1. August 2014, 14:09

Ich hab gerade mal im Original-Patent gesucht, ob die eine Begründung für die exakten Maße liefern, aber auf die Schnelle nichts gefunden.

Ich bin da derselben Ansicht wie Rinash: es ist einfacher, 2,5 cm durch 3,8 cm durchzufädeln als durch 3 cm. Man denke an Bedingungen im Einsatz: Kälte, Schmutz, Handschuhe. Nässe...

Interessant auch, wer der Erfinder von Molle ist (auch wenn der Patenthalter die USA sind). Ein Herr Caleb Crye. Im ersten Satz werden alle diejenigen, die Molle-Dinge für das US-Militär oder die Regierung bauen, von Lizenzzahlungen freigestellt. D.h. für alle anderen - ist da eine Rechtsunsicherheit. Das nur am Rande. Aber es ist immer wieder spannend zu sehen, wo Crye alles seine Finger drin hat.

Gruß,
Green Ant
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4

Freitag, 1. August 2014, 15:31

Nun ja.

Hr. Crye will ja auch paar $$$$$ verdienen ..



ich hatte halt nur mal so nachgedach,wegen den Maßen. Ist schon richtig, wenn man 2,5 cm durch 3 cm pressen will, wenn da noch ein Druckknopf dran ist, dass es eng werden könnte. Wobei Patent besitzten , heisst ja nicht, dass man der Erfinder ( global gesehen ) sein muss, oder ?! :-) Man muss nur schnell genug beim Amt sein:-)

Keiner kann einem verbieten, ne 4 cm Schlaufen zu nähen und daran Taschen zu befestigen...

5

Freitag, 1. August 2014, 15:57

Hr. Crye will ja auch paar $$$$$ verdienen...

Herr Crye verdient an diesem Patent nichts (mehr), da er nicht der Inhaber, sondern nur der Erfinder ist. Wenn es eine Auftragsarbeit für das US-Militär war, dann sind die gängigen US-Berater-Verträge so, daß alle im Rahmen dieser Auftragsarbeit gemachten Erfindungen automatisch und ohne finanzielle Kompensation dem Auftraggeber gehören. In gängigen europäischen Beraterverträgen wird das meist angesprochen und ausgehandelt. Manchmal ist es wie in den USA, manchmal einigt man sich darauf, daß beide als Erfinder eingetragen werden, aber die auftraggebende Firma der Inhaber ist.

Zitat

Wobei Patent besitzten , heisst ja nicht, dass man der Erfinder ( global gesehen ) sein muss, oder ?! :-) Man muss nur schnell genug beim Amt sein:-)

Da geht einiges durcheinander: Vereinfacht gesagt gibt es den Erfinder und den Patentinhaber:
  • Der Erfinder ist derjenige, der auf dem offiziellen Patent-Anmelde-Formular in dieser Rubrik eingetragen ist. Das können nur natürliche Personen sein. Also auch problemlos mehr als eine. Der Erfinder hat am Patent keinerlei Rechte.
  • Der Patentinhaber ist derjenige (natürliche oder juristische Person), der alle Rechte des Patents hält: also im wesentlichen das Recht der alleinigen wirtschaftlichen Nutzung des Patents und den Verbietungsanspruch für alle, die das Patent verletzen (indem sie ein Produkt herstellen, bewerben oder verkaufen, das von dem Patent unlizensiert Gebrauch macht). Und der Patentinhaber ist derjenige, der die ganze Anmeldung und die Aufrechterhaltung zahlen muss.
  • Des weiteren - aber das ist nicht im Patentrecht geregelt, sondern im Zivilrecht - gibt es Lizenznehmer.

Zitat

Keiner kann einem verbieten, ne 4 cm Schlaufen zu nähen und daran Taschen zu befestigen...

Jain. Hatte ich damals schon was zu geschrieben. Das dort beschrieben gilt für Designs und Patente in gleicher Weise.

Dazu kommt: Das Molle-Patent ist natürlich von einem Patentanwalt clever geschrieben. Da steht nur "Die Molle-Streifen könnten zum Beispiel 1 Zoll breit sein". Damit ist der abgedeckte Patentanspruch nicht auf exakt diese Maße reduziert. Der Hintersinn ist natürlich, daß auch Produzenten, die die Maße absichtlich nur um Millimeter anders machen, immer noch das Patent verletzen - und wenn sie rechtlich auf der sicheren Seite sein wollen - eine Lizenz nehmen müssen.

(Ich beschäftige mich damit beruflich ein wenig.)

Gruß,
Green Ant
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6

Samstag, 2. August 2014, 09:51

Der Grund für die 1,5" liegt darin, das ein M4 Magazin mit Pouch ziemlich genau 3" breit ist...
Stefan Roth
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67657 Kaiserslautern

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Ja, ich arbeite für Messer.

Rinash

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7

Samstag, 2. August 2014, 11:34

Ich weiß nicht, was du für Magazine hast, aber meine sind nicht 1,5 " breit. Auch nicht 3", was 2 Schlaufen entsprechen würde.
Meines ist 6,3 mm breit.

8

Samstag, 2. August 2014, 12:43

Der Grund für die 1,5" liegt darin, das ein M4 Magazin ziemlich genau 1,5" breit ist...

Hmm... gibt es denn Magazin-Taschen, in denen die Magazine quer eingesteckt werden (so daß die Magazin-Vorder- oder Rückseite zum Körper zeigt? Ich dachte immer, die werden "platt vorm Körper" getragen. Ansonsten sehe ich da die Verbindung noch nicht... ?(
Green Ant
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9

Samstag, 2. August 2014, 13:06

Ich weiß nicht, was du für Magazine hast, aber meine sind nicht 1,5 " breit. Auch nicht 3", was 2 Schlaufen entsprechen würde.
Meines ist 6,3 mm breit.

Ein STANAG 5.56x45 mm NATO Magazin ist doch nach meiner Erinnerung etwas breiter als 6,3 mm. Weil die Patronen ja "zickzack" dadrin sind - und nicht rein "übereinander". Und jede einzelne Patrone einen Radius der rückwärtigen Zündplatte von 9,6 mm hat. Alleine eine 9,6 mm breite Patrone passt ja schon nicht in ein 6,3 mm breites Magazin, bei Zickzackstapelung doch dann erst recht nicht, oder? Meinst Du irgendwie was anderes?

Hier hat mal jemand das ausgemessen und ein Foto von der Magazinbreite für ein AR-15-Magazin eingestellt. Sind lt. seiner Messung (Bild ist dabei) 7/8 Zoll = 2,25 cm.

Ich bleibe dabei, ich vermute weiterhin, daß die 1,5" Slotbreite bei MOLLE daher kommen, daß für die MOLLE-Streifen das seit Jahrzehnten standardisierte 1" breite Gurtband verwendet worden ist und man dann komfortables Durchschlaufen (auch bei widrigen Bedingungen) ermöglichen wollte. Und dann sind 1,5" halt so ein schönes glattes Maß.

Gruß,
Green Ant
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10

Samstag, 2. August 2014, 23:40

Das war Gehirndurchfall. Jetzt ergibt mein Post Sinn.
Stefan Roth
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