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1

Sonntag, 2. März 2014, 02:52

Hallo

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen. Ich habe bisher keine Erfahrung im Nähen, habe aber das eine oder andere Projekt im Hinterkopf und versuche mich nun zu orientieren. Vorangig möchte ich hier erstmal sehen, wie andere Leute Dinge gelöst haben, mir Anregungen holen und vielleicht habe ich ja auch nochmal die eine oder andere Anfängerfrage ;)

Die erste kann ich ja gleich an dieser Stelle stellen :) Ich habe im Internet verschieden starkes (dickes) Gurtband entdeckt. Welches eignet sich am besten für MOLLE bzw. wird dort häufig eingesetzt? Ich habe an meinem 5.11 Rucksack der Rush-Serie mal versucht zu messen, aber so ganz ist mir das nicht gelungen... Ich würde die Schlaufen da auf 1mm schätzen. Ist ein 1mm starkes Band in Ordnung in dieser Hinsicht (25mm Breite ist klar)? Es geht um Außentaschen für einen Rucksack, die eine "Standardrobustheit" aufweisen sollen. Zudem wird wohl mit einer Haushaltnähmaschine genäht (Marke kann ich gerade nicht benennen, da die Maschine nicht im Haus ist).

Nun ja, in diesem Sinne erstmal auf eine gute Zusammenarbeit.

Viele Grüße :)

SR Tactical

Corduraquälender Administrator

Beiträge: 546

Wohnort: Kaiserslautern

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2

Sonntag, 2. März 2014, 10:03

Wenn du das Gurtband bei Tacticaltrim kaufst, bist du auf der sicheren Seite!

Viel Spaß hier!
Stefan Roth
Haspelstraße 44
67657 Kaiserslautern

http://www.facebook.com/sr.tactical

www.sr-tactical.de
info@sr-tactical.de

Tel.: 0631/3606122

Handmade Cordura Gear

Ja, ich arbeite für Messer.

3

Sonntag, 2. März 2014, 11:50

Schließe mich Stefan an.

Wobei das Gurtband als solches sicher nicht reißen wird, da müsstest Du schon fette Taschen einschlaufen. Die Gefahr besteht eher nicht. Aber es kann ausleiern oder aufscheuern. TacticalTrim hat hier Gurtband, das nach mil. Anforderungen gebaut ist und die berücksichtigen genau sowas wie z.B. Abriebfestigkeit und Recklosigkeit. Das Gurtband ist also entweder so gewoben, daß es von sich aus wenig Reck hat oder aber es ist bereits maschinell vorgereckt.

(Wenn Gurtband von seinem Trägermaterial abreißt, dann liegt das meist an der Naht oder am Trägermaterial.)

Viel Spaß hier! Erzähl doch mal, welche Projekte Dir so vorschweben! Hier gibt es sicherlich einige, die schon mit verschiedensten Projekten Erfahrung gesammelt haben und die Dir bereits in deiner Planungsphase Tipps geben können - damit Du nicht mit irgendeinem Plan losläufst und nach 20 investierten Arbeitsstunden bemerkst, daß das so nicht klappen kann.

Gruß,
Green Ant
Individual Outdoor and Tactical Equipment
fb.com/GreenAntEquipment

4

Sonntag, 2. März 2014, 14:47

Hallo und danke für eure Antworten,

Tacticatrim.de war auch meine erste Wahl und nicht zuletzt darüber bin ich ja auch hier im Forum gelandet :) Nun ist es aber so, dass ich als Student nicht besonders viel Geld habe und ich brauche ja letztlich auch das volle Programm, ganz von Anfang an: über Nadeln und Garn bis zu Stoffen und eben Gurtband. Ich habe dann etwas verglichen und auch in anderen Shops geschaut. Vieles gibt es hier, wie da, mal billiger, mal teurer und solange ich von gleicher/ähnlicher Qualität ausgehen kann, werde ich die gewünschten Artikel im jeweils billigeren Shop bestellen. Im Falle des Gurtbandes (benötige etwa 20m) kann ich so etwa 10 Euro einsparen. Der Shop, der das anbietet, ist ebenfalls etabliert, auf Outdoorstoffe von guter Qualität spezialisiert und es handelt sich hier um 25mm Gurtband aus Polyamid, das es in einer Dicke von 1 und 1,8mm gibt. Daher dachte ich, dass das garnicht so verkehrt sein könnte.

Konkret möchte ich zwei Seitentaschen für meinen Rush 12 nähen, quaderförmig und rundum mit MOLLE versehen. Die eine soll köcherartig sein, also oben offen (allerdings mit einer Deckelklappe o.ä. mit der man den "Köcher" bei Regen o.ä. schnell und unkompliziert grob verschließen kann, die man "in Action" aber über z.B. Klett schnell "nach hinten" wegklappen kann) und eine Grundfläche von etwa 10x20cm bei einer Höhe von etwa 75cm aufweisen. Die andere soll eine Grundfläche von etwa 20x30cm haben, eine Höhe von etwa 75cm und über einen durchgängigen Reißverschluss (über die kompletten Seiten links-oben-rechts) "kofferartig" zu öffnen sein. Die zweite benötigt dann innnen noch ein paar Klettbänder/Fixierpunkte, um einige Stangen u.ä. (man denke an eine Angel) zu fixieren.

Ich weiß, dass das gerade als Anfänger vielleicht ein recht elaboriertes Projekt ist und an der einen oder anderen Ecke zu Fragen führen kann (wie macht man hier am besten die Falz u.ä.). Dennoch sind es denke ich grundsätzlich recht einfache Konzepte einer Tasche.

Ich weiß, dass einige von euch auch Auftragsarbeiten machen. Vielleicht wäre das ja auch eine gute Alternative für mich. Auch wenn ich gern kreativ bin, muss ich mir die finanzielle Frage stellen: Einmal ordentlich nähen lassen von jemandem, der es kann, oder es selbst versuchen und möglicherweise den teuren Stoff verhunzen. Ich habe halt keine Anhnung, was sowas kosten könnte und ob sich das lohnt. Mag mir jemand ein Angebot machen? Details dann auch gern über PM.

Vielen Dank und beste Grüße

5

Sonntag, 2. März 2014, 21:18

Tacticatrim.de war auch meine erste Wahl und nicht zuletzt darüber bin ich ja auch hier im Forum gelandet :) Nun ist es aber so, dass ich als Student nicht besonders viel Geld habe und ich brauche ja letztlich auch das volle Programm, ganz von Anfang an: über Nadeln und Garn bis zu Stoffen und eben Gurtband. Ich habe dann etwas verglichen und auch in anderen Shops geschaut. Vieles gibt es hier, wie da, mal billiger, mal teurer und solange ich von gleicher/ähnlicher Qualität ausgehen kann, werde ich die gewünschten Artikel im jeweils billigeren Shop bestellen. Im Falle des Gurtbandes (benötige etwa 20m) kann ich so etwa 10 Euro einsparen. Der Shop, der das anbietet, ist ebenfalls etabliert, auf Outdoorstoffe von guter Qualität spezialisiert und es handelt sich hier um 25mm Gurtband aus Polyamid, das es in einer Dicke von 1 und 1,8mm gibt. Daher dachte ich, dass das garnicht so verkehrt sein könnte.

Kann sein, daß das funktioniert. Ist sogar wahrscheinlich. Es ist sicherlich völlig ok, wenn Du auch Krams woanders her bestellst.

Zitat

Konkret möchte ich zwei Seitentaschen für meinen Rush 12 nähen, quaderförmig und rundum mit MOLLE versehen. Die eine soll köcherartig sein, also oben offen (allerdings mit einer Deckelklappe o.ä. mit der man den "Köcher" bei Regen o.ä. schnell und unkompliziert grob verschließen kann, die man "in Action" aber über z.B. Klett schnell "nach hinten" wegklappen kann) und eine Grundfläche von etwa 10x20cm bei einer Höhe von etwa 75cm aufweisen.

Na dann sind wir ja schon mittendrin! Jetzt wird's spannend, es geht um die konkrete Planung!

Was die Höhe von 75 cm angeht, wird das evtl. eine etwas wacklige Angelegenheit:

Das seitliche Molle-Panel, das der Rush 12 hat, ist 9 "Reihen" hoch. D.h. bei 9 x 2,5 cm ergibt sich eine Befestigungsfläche in einer Höhe von ca. 25 cm. Wenn Du eine Tasche, die 75 cm hoch ist, an dieser 25 cm hohen Fläche befestigst, dann schaut oben und unten noch einiges raus. Da das seitliche Molle-Panel des Rush 12 nicht in irgendeiner Form "fest" ist (also über einen festen Rucksack-Rahmen z.B.), wird da vermutlich einiges rumschlackern. Wenn Du den oberen oder unteren Teil mal beim Vorbeilaufen unabsichtlich hinter irgendwas hakst, dann hast Du da auch einen ordentlichen Hebelarm, der einen Drehmoment auf die Nähte des Molle-Feldes bringt. Eine andere Frage ist, in welcher Höhe der Schwerpunkt des Teils ist, das Du in die 75 cm hohe Tasche hineinsteckst. Je höher, desto wabbeliger.

Wurde das klar, wie ich meine?

Muss man wissen, ob man das so machen will. Es könnte sein, daß Dir das Ergebnis nicht gefällt...

Zitat

Die andere soll eine Grundfläche von etwa 20x30cm haben, eine Höhe von etwa 75cm und über einen durchgängigen Reißverschluss (über die kompletten Seiten links-oben-rechts) "kofferartig" zu öffnen sein. Die zweite benötigt dann innnen noch ein paar Klettbänder/Fixierpunkte, um einige Stangen u.ä. (man denke an eine Angel) zu fixieren.

Die Tasche ist sogar noch größer als die erste. Das wird das Problem, das ich oben vermute, eher noch verschärfen...

Mir fällt zu diesen Taschen noch ein, daß Du Dir überlegen könntest, ob der Tascheninhalt nicht arbeitet. Wenn doch, dann könntest Du auch eine Art Kompressions-Mimik bauen. Schau mal hier, so ähnlich eventuell.

Aber das größte Problem ist für mich nach wie vor, daß die Taschen 75 cm hoch werden sollen und das Molle-Panel, an das sie dran sollen, gerade mal 25 cm hoch ist.

Zitat

Ich weiß, dass das gerade als Anfänger vielleicht ein recht elaboriertes Projekt ist und an der einen oder anderen Ecke zu Fragen führen kann (wie macht man hier am besten die Falz u.ä.). Dennoch sind es denke ich grundsätzlich recht einfache Konzepte einer Tasche.

Die Tasche selbst kann durchaus recht einfach werden, da stimme ich Dir zu. Da fallen mir auf Anhieb einige einfache Schnitte ein, die Du nehmen könntest. Das ist für ein Anfängerprojekt eigentlich eine ziemlich gute Kragenweite. Mach zuerst die Tasche mit dem Deckel und dann die mit dem Reißverschluß. Das ist dann in aufsteigender Schwierigkeit geordnet.

Was Du noch machen könntest, damit das mit den ganzen Molle-Streifen einfacher wird, wäre, die Taschenmaße Breite und Tiefe auf Vielfache von 4 cm zu bringen, denn 4 cm ist genau die Breite eines Molle-Slots (nach Standard).

Zitat

Ich weiß, dass einige von euch auch Auftragsarbeiten machen. Vielleicht wäre das ja auch eine gute Alternative für mich. Auch wenn ich gern kreativ bin, muss ich mir die finanzielle Frage stellen: Einmal ordentlich nähen lassen von jemandem, der es kann, oder es selbst versuchen und möglicherweise den teuren Stoff verhunzen.

Du verhunzt ja den Stoff nicht. Wenn Du Dich vernäht hast, machst Du die Naht halt wieder auf, der Stoff geht dadurch ja nicht kaputt, den kannst Du dann nochmal verwenden. Höchstens beim Zuschnitt kann was schiefgehen, aber bevor man die Schere ansetzt, denkt man ja drüber nach. Gerne auch hier im Forum gemeinschaftlich. Dazu ist es ja da. Und Du kannst ja immer eine Art Prototyp "in klein" nähen, dann hast Du halt im Zweifel nur ein paar Stofffetzen in den Wind geschossen, die ansonsten eh als Verschnitt abzuziehen sind. Einer hier hatte neulich auch einen Prototyp in Papier gefaltet. Reicht auch absolut aus, um nicht zu früh loszuschneiden.

Was Du für diese Taschen brauchen wirst, ist doch recht wenig: 1 m Cordura (Stärke und Farbe deiner Wahl), die von Dir bereits ausgerechneten Meter Gurtband in Breite 2,5 cm, ca. 5 m Ripsband Breite 2 cm (Farbe deiner Wahl), 1 Rolle Garn Güterman Tera 40 (Farbe deiner Wahl) und für den Schließmechanismus des Deckels Klett oder was auch immer Du da machen möchtest. Und für den anderen Schließmechanismus halt 2 m Reißverschluß. Da wärest Du dann bei ca. 50 € an Materialkosten. Ich vermute, wenn Du das wen maßschneidern lässt, wird das ordentlich viel teurer. Und es fehlt danach natürlich die Genugtuung.

Achso, eine Haushaltsnähmaschine macht das alle Male mit. Hab auch nur eine Haushaltsnähmaschine.

Gruß,
Green Ant
Individual Outdoor and Tactical Equipment
fb.com/GreenAntEquipment

6

Montag, 3. März 2014, 00:13

Hey und danke für die ausführliche Antwort, die macht Mut :) Ja, dass es wackeling werden könnte, da hast du recht und das macht mir auch etwas Sorge. Das betrifft aber vor allem den Köcher. Das Zeug, das ich damit transportiere, befestige ich derzeit noch in blauen Müllsäcken (...) und mit Zurrband am Rucksack und das geht eigentlich sehr gut.

In der großen Tasche wird der Schwerpunkt relativ gleichmässig verteilt sein. Im Köcher liegt er unten. Wenn er befüllt ist, ist das sicher kein Problem, aber wenn er leer ist, überlege ich schon, ob er nicht abknicken könnte oder so. Meinst du eine "Röhre" in den genannten Maßen, aus 1000er Cordura und mit MOLLE-PALs außerum ist steif genug, um selbstständig zu stehen oder sollte ich da irgendwas zum stabilisieren (Rückenplatte o.ä.) einnähen und wenn ja, was könnte man da nehmen (und dabei auch etwas aufs Gewicht achten)? Wenn ich mir so mein Maxpedition Rollypoly ansehe und mir das in lang vorstelle, kann ich mir schon vorstellen, dass es von selbst steht - andererseits kommen aber auch Zweifel... Ich bin halt hin- und hergerissen.

Viele Grüße

7

Montag, 3. März 2014, 08:39

Moin!

Zitat

Hey und danke für die ausführliche Antwort, die macht Mut :) Ja, dass es wackeling werden könnte, da hast du recht und das macht mir auch etwas Sorge. Das betrifft aber vor allem den Köcher. Das Zeug, das ich damit transportiere, befestige ich derzeit noch in blauen Müllsäcken (...) und mit Zurrband am Rucksack und das geht eigentlich sehr gut.

Ok, dann scheint das zu klappen. Aber sag nicht, es hätte Dich keiner gewarnt :P

Zitat

In der großen Tasche wird der Schwerpunkt relativ gleichmässig verteilt sein.

Was mich zu der Frage bringt, ob der Inhalt der großen Tasche deutlich schwerer ist als der Inhalt des Köchers. Dann könnte es sein, daß der Rucksack schief hängt und der Tragekomfort leidet. Aber das nur nebenbei. Insgesamt könnte man dann mal überlegen, ob es eine Alternative für Dich sein könnte, die beiden Teile unter dem Rucksack und zwar quer zu befestigen. Kommt sicherlich darauf an, ob Du damit durch's Unterholz laufen möchtest. Dann ist das eher keine Alternative, weil Du dann links und rechts das Gestrüpp mitnehmen wirst. Aber ansonsten könnte das wirklich eine Überlegung sein...

Zitat

Im Köcher liegt er [der Schwerpunkt] unten. Wenn er befüllt ist, ist das sicher kein Problem, aber wenn er leer ist, überlege ich schon, ob er nicht abknicken könnte oder so.

Wird ziemlich sicher abknicken, wenn er mittig am Molle-Feld des Rucksacks befestigt ist.

Zitat

Meinst du eine "Röhre" in den genannten Maßen, aus 1000er Cordura und mit MOLLE-PALs außerum ist steif genug, um selbstständig zu stehen...

Alleine stehen wird sie höchstwahrscheinlich nicht. Das Eigengewicht des Corduras und der Molle-Streifen wird die bei einer Höhe von 75 cm ziemlich sicher instabil werden lassen. Muss sie denn alleine stehen? Das erscheint mir jetzt eine neue Anforderung zu sein, die war noch nicht im Spiel in der bisherigen Beschreibung.

Zitat

...oder sollte ich da irgendwas zum stabilisieren (Rückenplatte o.ä.) einnähen und wenn ja, was könnte man da nehmen (und dabei auch etwas aufs Gewicht achten)?

Wenn die Anforderung ist, daß sie alleine steht, dann würde ich da in der Tat was einnähen. Ich könnte mir vorstellen, daß der Copyshop Deines Vertrauens da was hat, ich nehme bei sowas gerne so Dinger, die beim Binden von Ringbindungen als Rückseite genommen werden. Das ist dünnes, recht haltbares, flexibles Plastik. Nur hab ich bisher noch nichts in der Länge 75 cm damit versteifen müssen. Muss man schauen, ob es diese Rückseitenblätter auch in DIN-A3 oder -A2 gibt. Achso: Dann müsstest Du beim Stoffkauf schauen, daß Du genug Cordura hast, weil Du ja irgendwelches Plastik-Zeugs sicherlich hinter einem Innenfutter verschwinden lassen möchtest.

Aber ich würde mittlerweile doch mal sagen, daß wir mal einen Schritt zurückgehen und nicht direkt bei der Lösung anfangen, sondern bei den Problemen, die gelöst werden sollen. Du hast jetzt bspw. gerade erst gesagt, daß das Teil alleine stehen können muss. Vielleicht gibt es ja noch andere Sachen, die eine Lösung berücksichtigen soll. Lieber erstmal das klar kriegen.

Ich mach sowas immer gerne zu Anfang, damit ich mir sicher bin, daß ich nachher auch alles bedacht habe. Ungefähr so sieht das bei mir aus. Wenn Dir das zu viel Bohai ist, kannste das natürlich auch weglassen. Dann machen wir einfach so weiter.

Gruß,
Green Ant
Individual Outdoor and Tactical Equipment
fb.com/GreenAntEquipment

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Green Ant« (3. März 2014, 10:29)


8

Montag, 3. März 2014, 11:25

Hi und danke für die Antwort,

also, dass die Tasche stehen soll, da haben wir uns glaube ich falsch verstanden. Es gibt ja drei grundsätzliche Anbringungsweisen der Taschen an die Seiten des Rucksacks: 1. Unterseite der Tasche bündig zur Unterseite des Rucksacks. Vorteil ist, dass man den Rucksack so dann auch noch vernünftig abstellen kann, der Nachteil, dass ziemlich viel nach oben übersteht, was evtl. auch komisch aussieht. 2. Die Tasche wird "mittig" an die Seite des Rucksacks angebracht, sodass oben und unten etwa gleich viel übersteht. 3. Die Oberseiten von Rucksack und Tasche sind bündig, sodass unten recht viel übersteht.

Von der Verteilung des Gewichts her kann ich mir für alle drei Varianten vorstellen, dass es sich komfortabel tragen lässt und durch die volle PALs-Ausstattung der Taschen kann man hier ja auch flexibel reagieren, was die Anbringung betrifft. Die gleiche Flexibilität hat man übrigens, wenn man die Taschen(n) unter dem Rucksack anbringen möchte. Da sich das Format der Tasche dabei nicht ändert (es ist ja genau auf den Inhalt zugeschnitten), ändert diese Variante wohl nichts an der Konzeption an sich.

Mit dem "Stehen" bezog ich mich jetzt auf Variante 1., also wenn Taschen- zum Rucksackboden bündig zueinander sind und oben einiges übersteht. Die große Tasche wird nur zum Transport zu/von einem Ort der Aktivität benötigt. "In Action", also wenn der Inhalt der größeren Tasche nicht drin ist, überlege ich sogar, den überstehenden Teil wegzurollen, damit er nicht so sperrig ist (ist die Frage, ob das mit dem steifen Material und den vielen PALs noch einigermaßen geht). Der "Köcher" andererseits soll jedoch auch über den reinen Transport hinaus "in Action" als solcher benutzt werden, d.h. ich will da mitunter immer wieder mal was reinschieben und wieder rausholen (über die Schulter oder tatsächlich von unten, falls ich mich dafür entscheide, ihn doch unter dem Rucksack anzubringen). Da man aber schlecht was in einen abgeknickten Köcher schieben kann, habe ich mich gefragt, ob der in Variante 1. selbstständig "steht" und offen bleibt.

Das Gewicht des Inhalts ist übrigens annähernd gleich und weicht max. 500g voneinander ab (+/- 1kg pro Tasche).

Viele Grüße

9

Montag, 3. März 2014, 11:40

Um den Koecher stabil zu machen koennte man ja einige Kunststoffstreifen der Laenge nach einnaehen.
Ich wuerde da an 1-2mm PE oder aehnliches denken. Die sind dann noch flexibel genug um bei Stoessen
noch etwas nachzugeben, aber stabil genug um die Tasche gerade zu halten.

Gruesse,
Richard

10

Montag, 3. März 2014, 11:52

Hallo Richard,

danke für den Tipp, das ist grundsätzlich keine schlechte Idee.

Viele Grüße

11

Montag, 3. März 2014, 11:59

Hallo!

Die Variante mit dem "waagerecht untendrunter" hatte ich u.a. deswegen ins Spiel gebracht, weil die ggf. was an der Konfiguration der Öffnungen der beiden Taschen geändert hätte - oder an der Notwendigkeit, komplett außenrum Molle zu haben.

Wenn das nicht so ist, dann geb ich Dir völlig Recht: dann ändert das an der Konstruktion der Taschen nichts.

Dann wirst Du sicherlich mindestens bei dem Köcher um eine Art Versteifung nicht umhin kommen, wenn der während des Tragens für (weiteren) Inhalt aufnahmefähig sein soll. Sonst kann der in der Tat oben abknicken und dann kannst Du nicht mal so einfach was reinstecken.

Ich überlege mir gerade folgendes: wenn Du die Befestigungsvariante 1. nimmst (also der Taschenboden ist auf demselben Niveau wie der Rucksackboden), dann ragt der Köcher sicherlich ca. 30 cm über die oberste Molle-Fixierung hinaus. D.h. Du musst 30 cm so aussteifen, daß sie nicht "abknicken". 30 cm hohes Cordura auf 4 Seiten, dazu noch voll von Gurtband auf allen Seiten plus einen Deckel - das ist schon ein bißchen was an Gewicht. Das wird ziemlich sicher umknicken.

Wie wäre es, wenn Du auf der Innenseite eine schmale Höhlung vorsiehst, in die Du bspw. einen abgesägten alten Zollstock reinschieben kannst? Das hätte für mich einigen Charme:
  • Du kannst den rausnehmen und zusammengefaltet in den Rucksack tun.
  • Dasselbe mit der Tasche.
  • Die Tasche wäre damit nur genau dann versteift, wenn Du sie auch versteift brauchst und man könnte sie platzsparend irgendwo lagern, wenn sie nicht gebraucht wird.
  • Du musst keine Plastikteile einnähen, die in der Lage ist, so viel Cordura-und-Gurtband-Gewicht zu tragen und dann nicht mehr von der Nähmaschine bearbeitet werden kann, weil es zu dick ist.
  • So einen Tunnel einzunähen, ist sogar ziemlich simpel, weil Du dafür nur die Rückseite der Tasche doppellagig nähen musst. Durch das Aufnähen der Molle-Gurtband-Streifen außen entsteht der Tunnel (in 4 cm Breite) ganz automatisch.
Nu kommen wir doch langsam weiter, glaube ich...

Gruß,
Green Ant
Individual Outdoor and Tactical Equipment
fb.com/GreenAntEquipment

12

Montag, 3. März 2014, 20:02

Hi :)

Die Variante mit dem Zollstock o.ä. hat auch für mich Charme ^^ Es wäre aber wohl nur im Köcher nötig, da die große Tasche bereits von auf der Innenseite fixierten Stangen gehalten wird.

Außerdem kommt eine weitere Implikation dazu, wenn du sagst, dass der Köcher in Variante 1. vermutlich sowieso nicht von allein stehen wird: Ich wollte anfangs 500er Cordura nehmen, um etwas Gewicht (im Vergleich zu 1000er) zu sparen. Dann dachte ich mir, dass ich mit 1000er die Steifigkeit erhöhen könnte, sodass es dann vielleicht doch selbst stehen kann. Da das aber nicht der Fall zu sein scheint, reicht wohl Cordura 500. Gut, so würde ich ca. 150g einsparen, was nun nicht die Welt ist (vermutlich im Vergleich auch zu dem Gewicht, das das Gurtband hat), aber es summiert sich mit anderem Equipment ja schon.

Cordura 500 und 1000 sollen sich von den Eigenschaften her ja ziemlich ähneln - oder ist das 500er deutlich "labberiger"? Zu welchem würdet ihr tendieren? Mir reicht wie gesagt eine Standardrobustheit.

Viele Grüße

13

Montag, 3. März 2014, 21:10

Nabend,

Außerdem kommt eine weitere Implikation dazu, wenn du sagst, dass der Köcher in Variante 1. vermutlich sowieso nicht von allein stehen wird: Ich wollte anfangs 500er Cordura nehmen, um etwas Gewicht (im Vergleich zu 1000er) zu sparen. Dann dachte ich mir, dass ich mit 1000er die Steifigkeit erhöhen könnte, sodass es dann vielleicht doch selbst stehen kann.

Ich hab gerade mal geschaut, ob ich einen Cordura-1000-Stoffrest hier liegen habe, der ungefähr den Abmessungen der von Dir geplanten Taschen entspricht. Leider nicht. Hatte einen ca. 90 cm langen Stoffrest, den ich - einfach um ein Gefühl zu bekommen - mal versucht habe, so "hinzustellen", daß er ansatzweise stehenbleibt. Der war ca. 40 cm breit. Ich hab die 40 cm mal einfach als Kreisrand aufgestellt, so daß ein 90 cm hoher Zylinder darüber entstand. Also besonders stabil war das nicht. Das entsprach zwar nicht so exakt dem, was Du vorhast zu machen, aber meine Vermutung wäre, daß das so nicht stehenbleibt.

Zitat

Da das aber nicht der Fall zu sein scheint, reicht wohl Cordura 500. Gut, so würde ich ca. 150g einsparen, was nun nicht die Welt ist (vermutlich im Vergleich auch zu dem Gewicht, das das Gurtband hat), aber es summiert sich mit anderem Equipment ja schon.

Woher kommen die 150 g? Wenn ich mal das bei Tacticaltrim erhältliche Cordura 1100 den mit dem Cordura 560 den vergleiche, dann sind das 120 g Gewichtsunterschied bei 1 m² Stoff. Du wirst aber für beide Taschen zusammen deutlich weniger als 1 m² Stoff brauchen. Die Gewichtsersparnis ist völlig vernachlässigbar. Auch wenn man das Pferd andersherum aufzäumt, wird kein Schuh draus. Die Argumentation geht so: Wenn Du das leichtere Cordura 560 nimmst, dann wird der ganze Kram ca. 50 g leichter. Wenn das der Grund dafür ist, das leichtere zu nehmen, dann würde das im Umkehrschluss bedeuten, daß Dich die gleichen Taschen in Cordura 1100 über deine Leistungsfähigkeit hinaus belastet hätten. Und das ist doch vermutlich nicht der Fall.

Wenn Dich die 2 € weniger nicht im Geldbeutel stören, würde ich unter diesen Umständen immer zum (deutlich!) robusteren Cordura 1100 greifen. Mal sehen, ob noch ein anderer hier was empfiehlt. (Stefans Antwort vermute ich bereits zu kennen. Der hat in ähnlichen Diskussionen bisher immer für den haltbareren Stoff argumentiert.)

Zitat

Cordura 500 und 1000 sollen sich von den Eigenschaften her ja ziemlich ähneln - oder ist das 500er deutlich "labberiger"? Zu welchem würdet ihr tendieren? Mir reicht wie gesagt eine Standardrobustheit.

Cordura 500 und 1000 unterscheiden sich v.a. in der Abriebfestigkeit. Und Cordura 500 ist 1/3 leichter als Cordura 1000. Was bei deinen Taschen aber noch nicht ins Gewicht fällt. Ich glaube, von der eigenen Steifigkeit nehmen die sich nicht so viel... sag ich jetzt mal so aus Erfahrung bei der Verarbeitung beider Varianten.

Dein Rush 12 ist - soweit mir Tante Google das richtig sagt - übrigens aus Cordura 1050 den.

Gruß,
Green Ant
Individual Outdoor and Tactical Equipment
fb.com/GreenAntEquipment

14

Montag, 3. März 2014, 21:51

Nein, du hast Recht. Unter den Umständen werde ich wohl eher das Curdura 1100 den nehmen. Die 150g hatte ich mir mal irgendwie für beide Taschen zusammen ausgerechnet, kann aber sein, dass mir da ein Fehler unterlaufen ist. Danke für die vielen Tipps :)

Viele Grüße

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